Saison-Beginn für Musberg II

Nachdem die Musberg I schon 3 Mannschaftskämpfe in der 1. Bundesliga absolviert hat startet nun auch für die 2. Mannschaft die Saison in der Landesklasse A.
Ziel ist hier der Aufstieg in die Landesliga.

Unterstützen Sie auch die 2. Mannschaft unserer Ringer bei ihren Heim- und Auswärtskämpfen!
Die meisten Gegner in der Landesklasse A sind nicht weit entfernt - die Anfahrt daher nicht so weit wie bei der 1. Mannschaft!

Los geht´s diesen Samstag, 04.09.2010 beim SC Korb.
Kampfbeginn in der Remstalhalle in Korb ist um 19:30 Uhr.
Da die 1. Mannschaft wegen der Weltmeisterschaft bis 18.09.2010 keine Kämpfe hat eine gute Möglichkeit auch die 2. Mannschaft Auswärts zu unterstützen.

Am Samstag, 11.09.2010 findet für die 2. Mannschaft der erste Heimkampf statt.
Um 19:30 Uhr geht es in der Sporthalle Hauberg gegen die KG Königsbronn/Amstetten II.


Na also – geht doch!

18:17-Sieg in Bonn-Duisdorf und auf Nichtabstiegsplatz 8

Jetzt weiß man auch in Bonn wo Musberg liegt

Trainer Markus Scheibner und Dieter Böpple, der sportliche Leiter, hatten die Fans bis zuletzt im Unklaren gelassen, ob nun Radoslaw Marcinkiewicz zum ersten Einsatz anreisen kann oder auch diesmal wegen WM-Vorbereitungen in Polen bleiben muss. Die Musberger Gesichter hellten sich merklich auf, als dessen Bruder Marcin in der Halle auftauchte – dann konnte Siegringer Radoslaw ja auch nicht weit sein! Den Fans war bis dahin Angst und Bange und die Hoffung auf einen möglichen Sieg nahezu genommen, als raus war, dass das 74er Freistil nicht besetzt würde um den zwar mitgekommenen aber angeschlagenen Damian Jakobczyk zu schonen. Wenigstens auf der Waage hätten sie ihn gern gesehen - für alle Fälle.

55 F: Für Steffen Armbruster galt es Schaden gegen den wieselflinken, technisch und konditionell überlegenen Nicolae Gogiltan zu begrenzen, auf keinen Fall einen Vierer abzugeben. Neun Punkte reichten dem dann tatsächlich nur für einen Dreier (1:0, 3:0, 5:1) - Stand 3:0

120 GR: Von fünf Runden gingen zwei an Alexander Meinero gegen Patrick Zimmermann, den Fünften der DM 2010, der auch noch 21,9 Kilo schwerer war. Das Ergebnis hätte 3:2 statt 2:3 für den Musberger heißen können - einige Entscheidungen waren auf beiden Seiten unverständlich. 3:2-Punktsieg für Zimmermann (2:0, 0:1, 0:1, 1:0, 3:0) - Stand 6:2

60 GR: Musbergs Oliver Runge und Juri Baron, über Jahre Spitzenringer, lieferten sich ein temperamentvolles Duell, bei dem jedoch nicht viele Wertungen erzeilt werden konnten . 0:3-Punktsieg für Runge (0:2, 0:1, 1:1 für letzte Wertung) - Stand 6:5

96 F: Noch enger her ging es zwischen Shota Bilanishvilli und Oktavian Nicoara, dem aufopfernd kämpfenden Athleten aus Rumänien. Beide waren nahezu gleichwertig, die Punkteausbeute entsprechend mager, doch Shota einen Tick cleverer. 1:3-Punktsieg für Musberg. (0:1, 0:2, 1:0, 0:2)  - Stand 7:8.

66 F: Statt Adrian Moise ging Andreas Böpple gegen den ausgebufften und bundesligaerfahrenen Lernik Vanjan an den Start. Auch hier hieß die Vorgabe, keine Vier abzugeben. Echte Griffe waren in beiden ersten Runden nicht zu sehen, entsprechend die Wertung, ein Punkt bekam Vanja wegen Griffentzug zugesprochen. Runde 3 lief wesentlich flotter: Beinangriff, zwei Überdreher. 3:0-Punktsieg für Vanjan (2:0, 2:0, 6:0) Stand 10:8

84 GR: Kai Mertins und Kevin van Rienen schoben, stießen, schubsten, keiner ließ dem anderen einen richtigen Griff zu. Dreimal keine Punkte nach jeweils 1:30 min. Kai Mertins wählte zweimal die Unterlage, der Gegner schaffte ihn nicht, einmal die Oberlage in Runde 2, wo er Kevin van Rienen drehen konnte. 3:0-PS für Mertins (0:1, 0:2, 0:1). Erstmals die Musberger Führung: 10:11

66 GR: Frank Stäbler ließ sich von Tim van Voorst von einem Konter mit folgendem Hinausschieben überraschen, glich aber umgehend mit einer kleinen Wertung am Boden aus. Die Unterlage für den Bonner brachte nichts. In Runde 2 brachte Frank Stäbler den Gegner aus dem Stand in gefährliche Lage, das gab für den Musberger eine Drei mit Zusatzpunkt wegen Verwarnung. Runde 2 erzielte Frank zwei 1er und eine 3er-Wertung. Eine 1er-Wertung in Runde Drei, das ergab einen 3:0-Punktsieg - Stand 10:14.

84 F: nach 2 Jahren trat Radoslaw Marcinkiewicz wieder für Musberg an - und der erste Auftritt für Musberg in dieser Saison war sehenswert.
Nach drei 1er- und einer 2er-Wertung in der ersten Runde gelang ihm in der zweiten Runde nach einem Beinangriff ein 5er.
In der dritten Runde ließ Radoslaw nichts mehr anbrennen und beendete die Runde mit 0:3 - Stand: 10:18

74 F: Ohne Musberger Gegner kam Georg Harth (Bonn) zu vier geschenkten Punkten - Stand 14:18

74 GR: Nun hatte es der polnische Spitzenringer Mateusz Wolny in der Hand, wenigstens noch das Unentschieden zu retten. Dafür waren aber entweder ein Schulter- oder ein Überlegenheitssieg notwendig. Stefan Stäbler gab in diesem hitzigen Duell alles, in drei Runden nach jeweils 1:30 min ließ er keine einzige Wertung zu. Die angeordnete Unterlage brachte Wolny nach Verwarnung des Musbergers wegen Beinarbeit den Sieg in Runde 1. In Runde 2 und 3 wählte der Bonner die Unterlage, die der Musberger aber nicht nutzen konnte. Der hart umkämpfte 3:0-Punktsieg reichte Bonn-Duisdorf aber nicht zum Ausgleich, die Kameraden stürzten sich auf den "Verlierer", der mit einer Riesenanstrengung Musberg glücklich zum knappen 17:18 -Sieg verholfen hatte.

Die glücklichen Sieger können bis 18. 9. durchschnaufen, dann geht es in der Musberger Hauberghalle gegen den Deutschen Mannschaftsmeister KSV Aalen 05.


12:22 - Vizemeister Weingarten nimmt erwartungsgemäß die Punkte mit

Frank Stäbler deklassiert Topringer Boikov.
Unsere Ringer haben jetzt gemerkt: „da geht doch was!“

Jetzt bloß keinen Gedanken mehr daran verschwenden oder Rechnereien anstellen, wie man den Nichtabstiegsplatz Acht erreichen kann. Frisch mutig drauflos ringen soll die Devise besser heißen! Am Samstag war zwar klar, dass ein Sieg gegen den amtierenden Vizemeister utopisch sein würde und nur durch ganz besondere Umstände hätte zustande kommen können. Einige meinten, mit Radoslav Marcinkiewicz im 84er und Robert Popp im Schwergewicht wären diese zwei Dreier auf die Musberger Seite gelangt und das Ergebnis wäre der 18:16-Sieg für Musberg gewesen. Utopie? Gewiss nicht, genau so hätte es sein können! Nun waren die beiden aber wegen Weltmeisterschaftsvorbereitungen nicht da, und sowohl Michael Böpple als auch Alexander Meinero gaben ihr Bestes und die anderen Acht legten sich voll ins Zeug. Frank Stäbler hat aber „den Vogel abgeschossen“, die Fans in helle Aufregung versetzt und die Favoriten aus dem Nordbadener Weingarten ziemlich verblüfft. Er deklassierte den früheren Ukrainer Oleg Boikov (inzwischen eingebürgerter Bulgare), der bis zur letzten Saison von 51 Bundesligakämpfen 45 gewonnen hatte - das macht eine Siegquote von immerhin 88%.

Mit etwa 650 Zuschauern wurde die erhoffte Zahl nicht erreicht, doch so viele aktive Ringer und bekannte Gesichter aus der Ringerszene sieht man selten auf den Rängen. Viele Fans hatten den Urlaub nach dem ersten Heimkampftag ausgerichtet, andere sogar unterbrochen - sie kamen auf ihre Kosten. Auf die freundliche Begrüßung der Ehrengäste und Ehrenmitglieder durch Abteilungsleiter Thomas Stäbler, einem großen Dankeschön an Freunde, Helfer und Gönner folgte in der Halbzeitpause die Ehrung des Neu-Musbergers Oliver Runge. WRV-Vizepräsident Günter Prexel überreichte „die Ehrenmedaille des Deutschen Ringerbundes in Gold“ für Platz 3 bei der Junioren-WM und obendrein für den Doppelsieg bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren und bei den Senioren. Kampfrichter Bernd Vollmer aus dem badischen Mühlenbach leitete sehr souverän. Weingartens Ringermanager hat sich am Ende für den tollen Empfang und die ausgesprochen gute und faire Atmosphäre in der Hauhalle bedankt. So soll Sport sein!

Bilder der Kämpfe unter Bildergalerie - Saison 2010

Die Kampffolge:

55 F Steffen Armbruster versuchte viel gegen Christoph Ewald, doch der clevere Nationalringer durchschaute alles, konterte stets, auch einen blitzschnellen Fußgriff und war bei allen Aktionen immer über oder hinter dem Musberger. Immerhin, Steffen steigerte sich von Runde zu Runde, das belegen die Ergebnisse 0:7, 0:3, 1:2. Der Gast gewann durch Überlegenheitssieg. Es sollte der einzige Vierer für Weingarten bleiben (Stand 0:4)

120 G  Den zweiten Saisonkampf von Alexander Meinero wollten auch einige ehemalige Vereinskameraden des Landesligisten KG Kirchheim/Köngen sehen. Der Neuling konnte zeigen, dass die gute Leistung der letzten Woche kein Zufall und auch keine Eintagsfliege war. René Zimmermann, der DM-Seriendritte bei Deutschen Meisterschaften musste sich mit drei mageren Kampfpünktchen zum 3:1-Punktsieg mühen, nachdem er in Runde 1 von Meinero aus der Wertungszone gewuchtet wurde. Ohne Alexander Meineros gute Leistung schmälern zu wollen, Robert Popp hätte sicher die drei erwähnten Punkte gegen Zimmermann gemacht, oder doch nicht? So ist der TSV Musberg wohl tatsächlich an der Sensation vorbeigeschrammt. (0:7).

60 G An den Kampfstil von Oliver Runge müssen sich die Fans noch gewöhnen, sie waren drei Runden lang nervös. In der ersten tat sich bis 30 Sekunden vor Schluss aus Sicht der Fans vermeintlich rein gar nichts, dann musste Runge „zur Strafe“ auch noch in Unterlage gegen Lukas Höglmeier, den Deutschen Juniorenmeister von 2007 und 2009. Es blieb bei einem versuchten Durchdreher, ein Konter und der Siegpunkt ging an den Musberger.
In der ersten Pause wurde der Weingartener vom Hallensprecher mit der Gratulation zum Geburtstag überrascht, da konnte man richtig die Freude über diese nette Geste in den Gesichtern auf Gegners Seite sehen. Gleiches in Runde 2, Runge nach 1:30 min. wieder unten, wieder „sein“ Punkt. Nun wissen es die Zuschauer, das ist ausgebuffte Cleverness! In Runde 3 diesmal verkehrte Situation nach 1:30 min, wenn sich bis dahin nichts getan hat oder es unentschieden steht: Höglmeier unten – Durchdreher Runge nach exakt sieben Sekunden vor Schluss zwei Punkte, macht insgesamt vier – der Dreier ging an Musberg (Stand 3:7).

96 F Shota Bilanishvili wirkte müde. Vom georgischen Musberger erwarten die Fans wohl den Glanz aus den Zweitligabegegnungen. Pustekuchen! Eine Etage im Ringeroberhaus gibt es keine Geschenke. Auch nicht von Johannes Kessel, Deutscher Juniorenmeister 2009 und Zweiter der Senioren 2010. 12 Sekunden vor dem Pausenpfiff in Runde 1 glich Kessel Shotas Führung zum 1:1 aus. Beide begnügten sich auch die nächsten zwei Runden damit, sich hin und her zu schieben oder den Kopf zu betatschen. Vier Sekunden vor dem Schlusspfiff holte Kessel seinen dritten Einser zum 3:0 Punktsieg, in Runde 2 hatte er eine Wertung durch Hinausschieben gesichert (3:10).

66 F Das Duell zwischen Adrian Moise und Sahit Prizreni, WM-Dritter von 2007 und Olympiaringer 2008 (Fahnenträger für Albanien) ließ ein Debakel für Moise befürchten.
Ein Ausheber - ein Durchdreher eine Zusatzwertung – 0:8, kaum einer gab noch einen Pfifferling für Moise. Doch der war nun vorsichtiger, stellte klug auf Defensive um. Die gesamte Runde 2 versuchten beide sich von der Matte zu drängen, das gelang Moise acht Sekunden vor Schluss. Kampfrichter Vollmer wollte das Schauspiel im dritten Akt nicht weiter mit ansehen, es gab Ermahnung für beide aber dennoch keine einzige Wertung. Es musste dann auch Runde 4 durch Zwiegriff entschieden werden zum 3:1 für den Gast (Stand 4:13).

84 G Kai Mertins hat zur Freude der Fans immer den Vorwärtsgang drin. Gegen den ausgebufften Adam Juretzko hätte Abwarten auch keinen Sinn gehabt. Den Titelkönig und Deutschen Serienmeister kann man nur überraschen – und das glückte. Aus der gewählten Oberlage bei 1:30 min konnte Juretzko nichts erreichen, Kai klebte fest auf der Matte, der Punkt ging an ihn. In Runde 2 das Gleiche, diesmal zog Juretzko die Unterlage vor, der Punkt für ihn. Bei 1.35 min drohte Mertins in der dritten Runde die Schulterniederlage, er rettete sich gerade noch ins Aus, musste noch für eine Drehung eine Zwei und eine Zusatzwertung einstecken, 5:0 für Juretzko. In Runde 4 profitierte der Gast von einem Selbstfaller, daraus ein Dreher und einen Schubs, die Unterlage überstand Kai Mertins schadlos, 4:0 für Juretzko zum 3:1-Punktsieg (Stand 5:16)

66 G Frank Stäbler kennt keine Furcht. Ihm ist völlig wurscht, ob Oleg Boikov früher in Odessa/Ukraine gewohnt hat, bei Junioren-WM Vierter und Fünfter war, jetzt einen bulgarischen Pass besitzt und inzwischen 45 von 51 Bundesligakämpfen gewonnen hat, was einer Siegquote von 88 % entspricht. Nach 1:30 min ordnete der Kampfleiter beim 0:0 nach der Regel die Unterlage für Boikov an, Frank griff einen lupenreinen Ausheber zum fulminanten Überwurf, dafür gab es die Höchstwertung (5 Punkte). Das Tollhaus Hauberghalle explodierte schier – betretende Gesichter bei den Gästen. Das mochte Boikov nicht auf sich sitzen lassen, kam aber regulär nicht klar und drehte mehr als nur ein bisschen durch: Kopfstoß – Verwarnung 1, Verwarnung 2 und 3 weil er sich in der Bodenlage nicht zum Kampf stellte und sich zu früh dem verkehrten Ausheber entzog. Am Ende die Disqualifikation bei 5:0-Führung von Frank Stäbler, vier Mannschaftspunkte gingen auf das Konto Musberg (9:16)

84 F Schwerer Stand nun für Michael Böpple gegen Bekhan Kurkiev, der zu den TOP 10 in Russland zählt. Trotz dieser Referenz musste Kurkiev am Abend zuvor in Mainz bereits nach 41 Sekunden eine Schulterniederlage einstecken. In Musberg versuchte er seine Klasse mit technischen Finessen zu beweisen - wie gesagt, er versuchte es. Michael Böpple lag nach exakt 54 Sekunden 0:4 hinten, dann hatte er kapiert wie es geht: breit und lang machen, den Beinschrauben entschlüpfen. In Runde 3 hatte der Kurkievs linkes Bein schon bis zur Schulter gehoben, leider zu spät – Schlusspfiff. Insgesamt eine prima Leistung, da war selbst der kritische Vater an der Ecke zufrieden und das Publikum noch mehr. Hätte nun Radoslav Marcinkiewicz hier eine Drei schaffen können und den eingangs erwähnten erträumten 18:16-Sieg? Wenn und Aber helfen nicht weiter, die Tatsachen zählen! (9:19)

74 F Auweia! Damian Jakobczyk (TSV) darf sich zwar mit dem polnischen Meistertitel von 2009 schmücken, doch als Gegner bekam er Szabolcs Laszlo, den Publikumsliebling aus Weingarten vorgesetzt. Der hat den rumänischen Meisterbrief dieser Gewichtsklasse gleich mehrfach in der Tasche, dazu noch hervorragende Platzierungen bei EM und WM-Teilnahmen und er kann die irre Siegquote von 89 % seiner Bundesligakämpfe vorweisen. Mit seinen unzähligen Urkunden allein aus Top-Begegnungen könnte er ganze Zimmer tapezieren. Was Damian auch probierte, Laszlo durchschaute alles, verlegte seine Taktik fast nur auf Konterangriffe. Doch allen Respekt für den Musberger, besonders in Runde 2 konnte er gefallen, verpasste mit 3:4 nur knapp den Teilerfolg 0:4, 3:4, 0:3 (Stand 9:22)

74 G Während der Begegnung von Stefan Stäbler mit Eric Ritter war sich mein Sitznachbar sicher: den gewinnt Stefan, der ist ein echter Gladiator! Tatsächlich ließ er nichts anbrennen, ging kraftvoll aber vorsichtig ran, bis 1:30 min. keine Wertung. Ritter musste in die Unterlage, daraus machte Stäbler zwei Punkte. In Runde 2 ging Ritter durch Schieben nach außen in Führung, Stefan tat es ihm nach zum 1:1, wieder musste Ritter „nach unten“ und wusste sich nur durch verbotene Beinarbeit zu entziehen. Verwarnung also und zwei Punkte. In Runde 3 dominierte Stefan Stäbler deutlicher, wenn auch nur eine kleine 1er-Wertung durch Hinausschieben für ihn raus sprang 2:0, 3:1, 1:0 (Endstand 12:22)

Die Fans hatten versprochen, jeden Punkt und jede Aktion auf der Matte wie einen Sieg zu feiern. Sie haben ihr Versprechen lautstark unterstrichen und gehalten. Zum Abschluss in die Festhalle hätte man sich allerdings gern zahlreichere Begleitung gewünscht, wo sich die Wirtsleute doch soviel Mühe gemacht haben. Es gibt noch in einigen Punkten ein bisschen Nachholbedarf - packen wir’s an! Anregungen und Vorschläge werden gern angenommen.


Auf dem Boden der Tatsachen – doch die Moral ist ungebrochen

Keinen Kampf gewonnen, die 5:30-Niederlage haut Musberg nicht um

Klar ist, das Ergebnis fiel deftig wie schmerzhaft aus, ein paar gute Seiten konnte Trainer Markus Scheibner der Premiere im Ringer-Oberhaus aber dennoch abgewinnen: keiner der Musberger hat die volle Vierer-Wertung abgegeben, alle Ringer der Konkordia Neuss machten jeweils „nur“ drei Punkte, auch wenn sie ihre Wunschformation nationaler und internationaler Spitzenringer auf die Matte schicken konnten. Die Gastgeber deuten das Ergebnis allerdings entsprechend positiver: alle Kämpfe gewonnen, Musberg hatte keine Chance! Von der jeweiligen Betrachtung aus gesehen ist also das „Glas halbvoll oder halbleer“. Sicher ist, die Kampfergebnisse gegen die dicken Brocken Neuss, Weingarten und Aalen gleich zum Saisonauftakt werden weder die Moral der Ringer, noch der Betreuer schwächen und auch nicht die Begeisterung der Fans bremsen.

Die im Bus und weitere mit Privatautos angereisten Musberger unter den etwa 280 Zuschauern sorgten mächtig für Stimmung. Dafür waren die in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachteten und mit wirtschaftlichen Problemen belasteten Gastgeber richtig dankbar, sie freuten sich über Beifall aus dem Musberger Fanblock. Eine nette Geste als Dankeschön gab es einen Korb voller kleiner Überraschungen als Wegzehrung für die Heimfahrt.

55/F: Gegen Mimoun Touba, Fünfter der DM, verlor Steffen Armbruster 0:6, 0:1, 0:3 (Stand 3:0)

120/GR Nur vier Pünktchen (0:1, 0:2, 0:1) ließ Neuzugang Alexander Meinero mit einer guten Leistung dem Routinier Björn Holk zu, immerhin DM-Siebter von 2010 und DM-Zweiter von 2009 (6:0).

60/GR: Erfahrung siegt über jugendliche Frische: Die erste Runde in einem heißen Duell ging an Musbergs Deutschen Meister in der 55-Kilo-Klasse, Oliver Runge, drei an Sergiy Skrypka, EM-Ringer 2004, 2005 und 2007. (0:1, 3:0, 1:0, 2:1, Stand 9:1).

96/F: Schota Bilanishvili war überrascht als ihn William Harth auf Georgisch ansprach. Der von dort stammende Vizeeuropameister der Junioren von 2008 zählt längst zu den deutschen Spitzenringern: bei der DM in Benningen war Harth Dritter. Das zähe Duell gewann der Neusser Neuzugang 4:1, 2:0, 1:0 (12:1).

66/F: Adrian Moise muss sich von seiner Favoritenrolle in der 2. Bundesliga verabschieden, jetzt pfeift der Wind etwas heftiger. Samet Dülger war in drei Runden ein Quäntchen cleverer 1:0, 2:0, 1:0 (15:1)

84/GR Kai Mertins gewann die erste Runde und er wollte weiter so ungestüm und kräftig hinlangen. Doch der seit über 10 Jahre zur deutschen Spitzenklasse zählende Max Schwindt ließ sich nur zu Beginn überrumpeln und wurde 3:1-Punktsieger 0:1, 2:0, 1:0, 1:0 (18:2)

66/GR: Statt den noch etwas angeschlagenen Frank Stäbler, der noch am Abend zur WM-Vorbereitung des Nationalkaders nach Hennef weiterreiste, schickte Trainer Scheibner den Jungspund André Ehrmann gegen den mehrfachen iranischen Titelträger schon von Jugend an, Mohammad Bagheri, auf die Matte. Und der Musberger Teufelskerl machte seine Sache gut: Runde zwei gewann Ehrmann sogar 3:1. (4:0, 1:3, 1:0, 5:1) Stand 21:3.

84/F: Der Pass von Radoslav Marcinkiewicz, den Neuss gegen ihren Patrick Loes favorisiert hatten, war noch nicht eingetroffen, so musste Michael Böpple ran, er konnte den Schaden in Grenzen halten 3:0, 3:0, 1:0 (24:3).

74/F: Den Freistilakrobaten Hamberd Durdischew, vor ein paar Jahren aus Tschetschenien gekommen, hatten die Gastgeber schon in der Vorschau auf der Siegerliste gegen Damian Jacobczyk. Der kämpfte zwar aufopfernd, es reichte nur zur überschaubaren Punktniederlage 4:0, 1:0, 2:0 (27:3)

74/GR: Den erfreulichen Schlusspunkt im hitzigen Kampf über fünf Runden setzte Stefan Stäbler mit dem Gewinn von zwei Runden trotz der 2:3-Niederlage gegen Ilyas Özdemir, mehrfacher DM-Zweiter und mehrfacher Landesmeister in NRW. 0:2, 0:1, 1:0, 3:0, 1:0 (Endstand 30:5)

Link zu Ergebnissen und Tabellen unter Saison 2010 -> Ergebnisse / Berichte 2010


Traum vom WM-Start geplatzt

Frank Stäbler kann seine Enttäuschung fast nicht verbergen. Zur Weltmeisterschaft nach Moskau fährt nun der Aalener Christian Fetzer.

Freilich, dem Deutschen Meister der 66kg-Klasse und Freund im WRV-Team gönnt Frank die Nominierung von Herzen und sieht sie auch als gerechtfertigt. Aber für sich selbst ist sein größter Traum geplatzt. Die Teilnahme an der Männer-WM wäre eine große Chance gewesen, im Männerbereich Turniererfahrung zu sammeln.

Bundestrainer Maik Bullmann hatte eigentlich schon Frank nominiert, aber seine schwere Verletzung nach seinem Autounfall hat nun alle Pläne zunichte gemacht. Frank hatte zwar danach alle Lehrgänge und Turniere mit eisernem Willen bestritten, aber dem Bundestrainer blieben die großen Schmerzen nicht verborgen. Diese waren letztendlich ausschlaggebend, Frank als den „Mann der Zukunft“ für dieses Jahr rauszunehmen und ihn für 2011 (EM in Deutschland, Qualifikationen für Olympia 2012) aufzubauen.


Letzte Standortbestimmung vor der WM

Starkes Teilnehmerfeld

Bericht von Jörg Richter / Pressereferent DRB

Den letzten großen Test vor den Weltmeisterschaften in Moskau (6.-12.9.2010) absolvierten die Griechisch-Römisch-Spezialisten des Deutschen Ringer- Bundes beim Pytlasinski-Turnier in Raciborz. Diesen Wettkampf nutzten auch Russland, Ukraine, Weißrussland und Bulgarien um sich auf die endgültige Auswahlmannschaft für die Weltmeisterschaft in Moskau festzulegen. Damit hatte dieses Turnier erstklassiges Niveau.
Frank Stäbler (66 kg/TSV Musberg) gewann sein Auftaktduell gegen den Tschechen Michal Nowak, musste dann jedoch gegen den Vize-Europameister von 2007, Oleksandr Khvosh eine Niederlage hinnehmen und schied aus.
„Das Teilnehmerfeld war ausgesprochen stark und somit erneut eine gute Standortbestimmung vor der Weltmeisterschaft“, so Trainer Jörn Levermann (Leistungszentrum Frankfurt(O.), der das Team in Polen betreute, jedoch verletzungsbedingt auf Mirko Englich (96 kg/RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) und Bengt Trageser  (60 kg/RWG Mömbris-Königshofen) verzichten musste.


Abenteuer 1. Bundesliga: Musberg ist dabei!

„Ein Traum ging in Erfüllung und wir wollen ihn möglichst lange festhalten“

Schon jetzt wünschen wir unseren fantastischen Fans und auch uns selbst (Ringer, Trainer, Funktionäre und „die Mannschaft im Hintergrund“) eine ganze Runde lang viel Vergnügen und freuen uns auf faire, interessante und verletzungsfreie Kämpfe. Wenn nun die Ringer beider Seiten, wie in Musberg gewohnt, als Anerkennung für gute Leistungen lautstark und mit Beifall belohnt werden und auch dem Kampfgericht der nötige Respekt zukommt, wird auch die neue Saison wieder ein einziges schönes Ringkampferlebnis.

Nach dem Saisonauftakt in Neuss kommt zum ersten Heimkampf am 21. August der SV Germania Weingarten, ein heißer Titelkandidat der Bundesligarunde 2010. Die Badener standen letztes Jahr gegen den KSV Aalen 05 im Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft, unterlagen in beiden Kämpfen nur knapp (16:22, 18:20). Mit spektakulären Verstärkungen strebt Weingarten dieses Jahr den Titelgewinn an. Es wimmelt im Gästeteam geradezu an Deutschen Titelträgern, Top-Platzierten und international erfolgreichen Ringern. Wir freuen uns über den Besuch von soviel Prominenz auf der Musberger Matte.

Trotz der Rolle des kleinen „David gegen den Riesen Goliath“ werden unsere Musberger Athleten nicht mit weichen Knien sondern ohne Furcht und mit dem Mut der Löwen beherzt in die Kämpfe gehen, ihr Bestes geben und zumindest ein respektables Ergebnis versuchen. Sprachprobleme dürften unsere Ringer Adrian Moise, Robert Popp sowie Radoslav und Marcin Marcinkiewicz während der ganzen Bundesligarunde nicht haben, denn mit dem SV Weingarten und auch mit anderen Clubs kommen alte Freunde aus der Heimat (Rumänien und Polen) angereist.

Nach den Veranstaltungen werden wir auf jeden Fall immer in der Gaststätte „Hirschgraben“ Siege feiern oder Niederlage „verdauen“ und wir freuen uns wenn unsere Fans, Freunde und Gönner dabei sind. Wenn jemand Anregungen, Ideen und Wünsche hat - sagt es uns bitte, wir tun unser Möglichstes, Ihnen Freude zu machen. Siegen allerdings sollen immer die Besseren, auch wenn Niederlagen ziemlich schmerzen.


Weststaffel wird 'brutal hart'

Artikel von Jörg Richter / Pressereferent des DRB

Startschuss für die neue Saison fällt am 14. August

„Die Hauptrunde wird brutal hart“, schüttelt der Thomas Geid, Trainer des Serienmeisters KSV Köllerbach angesichts der gegnerischen Mannschaftskader den Kopf. Angst vor der Konkurrenz hat er keine denn auch der KSV Köllerbach hat sich enorm verstärkt und will erneut in den Kampf um den Titel eingreifen, nachdem die Saarländer im Vorjahr im Halbfinale gegen Weingarten die Segel streichen mussten. Neben dem KSV Köllerbach, der zuletzt 2007, 2008 und 2009 den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters erkämpfte, gilt auch der KSV Aalen 05 als heißer Titelanwärter, die Ostalbbären wollen ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Doch der Vorjahres-Vize SV Weingarten, sowie der ASV Mainz, Mömbris-Königshofen und selbst der ASV Nendingen wollen den Titelanwärtern nicht kampflos das Geschehen an der Tabellenspitze überlassen, sondern haben sich ebenso den Einzug in die Play-Off's zum Ziel gesetzt.

Mit dem einstimmigen Beschluss, dass nunmehr mindestens vier deutsche Athleten je Erstligamannschaft aufgeboten werden müssen, begann im diesjährigen Wechselkarussell die Jagd nach den besten deutschen Athleten. So kaufte der ASV Mainz den fünffachen Deutschen Meister Stefan Kehrer aus dem Vertrag beim Meister KSV Aalen 05 heraus, während sich der KSV Köllerbach die Dienste von Martin Daum (66 kg) sicherte, der zu den besten deutschen Leichtgewichtlern zählt. Gute Nachwuchsarbeit ist nun gefragt und selbst die Auswahlteams des Deutschen Ringer- Bundes merken die neuen Bestrebungen der Vereine, bei den Junioren-Europameisterschaften in Samokov (Bulgarien) konnten 9 Medaillen gefeiert werden, bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Budapest war es vor wenigen Wochen fünf Mal Edelmetall für den DRB, soviel wie lange nicht mehr.

Doch in der Bundesliga ist nun eine gute Mischung aus deutschen Athleten und entsprechenden Verstärkungen gefragt. Die meisten Vereine sehen den Titelkampf völlig offen, vor allem in der Hauptrunde dürften da schon wichtige Entscheidungen fallen, nur die vier besten Teams erreichen die Endrunde um den Titel 2010 und müssen sich dort mit den Kontrahenten aus der Nordstaffel messen, die jedoch erfahrungsgemäß weitaus schwächer aufgestellt sind.

Titelverteidiger KSV Aalen 05, sowie der SV Germania Weingarten, KSV Köllerbach, die RWG Mömbris-Königshofen, der ASV Mainz 88, aber auch der ASV Nendingen werden den Kampf um den Einzug in die Play-Off's aufnehmen, während die RKG Freiburg 2000, und die beiden Aufsteiger TSV Musberg und TKSV Bonn-Duisdorf im Weststaffelfeld im Kampf um den Klassenerhalt erwartet werden. Einzig der KSK Konkordia Neuss dürfte mit einer ausgewogenen Mannschaft jenseits von 'Gut und Böse' stehen, so die Prognose der meisten Erstligatrainer im Vorfeld der Meisterschaft. Überraschungen wie der Sieg der Freiburger gegen Mainz im Vorjahr, sind dabei auch 2010/2011 nicht ausgeschlossen.


Neuzugang Oliver Runge wird in Budapest Dritter der Junioren-Weltmeisterschaft

zum vergrößern auf´s Bild klicken

Was war die Freude groß als einige Musberger über Skype live den Finalkampf um Platz Drei von Oli Runge miterleben durften. Oli startete in seinem letzten Juniorenjahr in der 55kg-Klasse und machte sein Versprechen bei der Teamvorstellung wahr und wird Edelmetall mit nach Musberg bringen.

Seine Teamkollegen sind aber auch fleißig bei der Vorbereitung für ihrem ersten Auftritt auf der großen Bühne „Bundesliga“. Ein letzter großer Trainingslehrgang in Musberg am letzten Juli-Wochenende wird die Vorbereitungszeit krönen.
Frank Stäbler kann daran leider nicht teilnehmen, er wird an diesem Wochenende in Polen bei einem internationalen Turnier um den Startplatz zur Männer-WM in Moskau ringen.


Ringer-Jugend

Infos zu und für die "kleinen" Ringer finden sich nun in einer eigenen Rubrik auf der Internetseite: Ringer-Jugend

Diese Saison wird es im Bezirk 1 eine Jugendliga geben.

Infos zu den Ergebnissen der Jugend bei Turieren gibt´s unter Turniere

Ringer-Jugend


Bericht in SWR cont.ra über die Musberger Ringer

SWR 2 brachte am 05.02.2010 einen Breicht über die Ringer des TSV Musberg.
Hier der Beitrag zum anhören

vielen Dank an dieser Stelle an Frau Mäckle vom SWR für die Genehmigung den Beitrag hier zu veröffentlichen.

 



Infos zu

Dauerkarten, Busfahrten und weitere Infos zur neuen Saion gibt es unter
Saison 2010


Nächste Kämpfe

04.09.2010
Auswärtskampf

Korb gegen
Musberg II

11.09.2010
Heimkampf
Musberg II gegen
KG Königsbronn/
Amstetten II

Pendelbus der SSB
bei Kämpfen von Musberg I
Abfahrt Musberg Kirche:
17.50 Uhr
18.10 Uhr
18.30 Uhr
18.50 Uhr
19.10 Uhr

Alle Kämpfe der Saison 2010 gibt es hier